Über uns

 

Mitte März 2014 machte sich der Initiator des Benefizfestivals Winter Offbeat, Konstantin Pickert (auf eigene Kosten), bereits zum dritten Mal auf den Weg nach Bloemfontein, Südafrika. Diesmal begleiteten ihn Sebastian Keller, Dominik Scheible und Florian Trinkl.

 

Mitte März 2014 war es wieder soweit. Wir machten uns wieder auf eigene Kosten auf den Weg nach Bloemfontein, Südafrika, um das gesammelte Geld persönlich zu dem Kinderhospiz Sunflower House zu bringen. Die Stadt Bloemfontein liegt ca. 400 km südwestlich von Johannesburg. Aktuell leben im Sunflower House zehn Waisenkinder im Alter von sechs Monaten bis acht Jahren, die unter HIV, Krebs, Tuberkulose oder Diabetes leiden oder querschnittsgelähmt sind.
Als wir in Bloemfontein ankamen, bot sich uns ein schlimmes Bild:
Das ehrenamtlich geführte Kinderhospiz Sunflower House geht momentan durch sehr schwierige finanzielle Zeiten, denn seit einiger Zeit bleiben die dringend benötigenden Spenden aus. Die Folge dieser finanziellen Krise sind verheerend.  Bereits seit drei Monaten konnten keine Gehälter mehr an das Personal des Sunflower House ausgezahlt werden. Dadurch herrscht eine sehr angespannte und verzweifelte Stimmung im Hospiz. Die Kinderpflegerinnen und –krankenschwestern wissen nicht mehr, wie sie ihre Mieten und Rechnungen bezahlen, geschweige denn ihre eigenen Familien versorgen sollen. Trotz dieser verzweifelten Lage möchten die "Big Mamas" die Kinder des Sunflower Houses nicht im Stich lassen und arbeiten ohne Bezahlung weiter. Um dennoch an etwas Geld zukommen und zum weiteren Bestehen des Sunflower Houses beizutragen wird jede, noch so kreative Idee umgesetzt. Aktuell sammelt das Kinderhospiz Altpapier, um dieses dem Heizkraftwerk für etwas Geld verkaufen zu können. Zudem werden Muffins und Kekse gebacken, Schmuck selber gebastelt und an Wochenenden auf Märkten verkauft. Außerdem wurden regionale Zeitungsartikel veröffentlicht, sowie lokale Radio und Fernsehinterviews gegeben, um auf die Problematik aufmerksam zu machen und um Spenden zu bitten. Als wir sahen, in welcher Notlage sich das Kinderhospiz befand stand fest, dass von dem gesammelten Geld auch den Pflegern unter die Arme  gegriffen werden muss. Denn die tollsten Spielsachen  sind nichts wert, wenn kein qualifiziertes Personal und die Liebe der "Big Mamas" für die Betreuung der Kinder zur Verfügung steht. Aus diesem Grund wurden neben den Anschaffungen wie Matratzen, Besteck, Geschirr, Windeln, Mikrowelle, Drucker, Teppiche, Stühle, Kleidung und Hausschuhe für den bevorstehenden Winter, auch ein beachtlicher Teil des Geldes an die Leitung des Sunflower Houses gegeben, damit die Gehälter wieder ausbezahlt werden können. Zudem bekam jeder der 24 Angestellten vorab schon einmal ein kleines Taschengeld ausgehändigt. Die Freude über das Taschengeld war so groß, dass auf einmal losgesungen, getanzt und viel gelacht, das Geld geküsst oder spaßeshalber herum geschmissen wurde und die ganze Belastung der letzten Monate war wie weggeflogen und auf einmal herrschte wieder eine super Stimmung in dem Hospiz. Da ist uns wieder bewusst geworden, wie einfach man doch manchmal Menschen glücklich machen kann.
Ein Highlight für die Kids stellte eine  organisierte Hüpfburg dar, die auch dementsprechend den ganzen Tag ausgiebig „behüpft“ wurde. Zudem gab es sowohl für die Kinder, als auch die Mitarbeiter ein großes gemeinsames Mittagessen. Als wir das letzte Mal vor der Abreise im Sunflower House waren, war nichts mehr von der psychischen Belastung und Anspannung der Pfleger zu spüren, sondern die Stimmung war wieder fröhlich, ausgewogen und friedlich.
Die vielen Umarmungen und Dankesgrüße der Big Mamas schicke ich an all die Leute weiter, die das Winter Offbeat besucht, mit privaten Spenden unterstützt sowie zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben.

 

 

Wie alles Begann:

Gründer des Vereins und Initiator der Veranstaltung "Winter Offbeat" ist Konstantin Pickert. Dieser war im Jahr 2009 studiumbedingt für ein halbes Jahr in Bloemfontein, Südafrika. Während dieser Zeit machte er Bekanntschaft mit dem Sunflower House, einem sog. „Children Hospice“. Hierbei handel es sich um ein Kinderhospiz für HIV-infizierte, misshandelte heimatlose Kinder. Während seiner Freizeit spielte er viel mit den todkranken Kindern und lernte das „wirkliche Afrika“ näher kennen, denn diese Einrichtung ist oft die letzte Station der Kinder, bevor sie sterben. Die sehr bewegende Zeit mit den Kindern brachte Konstantin Pickert auf die Idee, in der Heimat ein Benefizfestival zu organisieren, um solche Einrichtung, denen es an allen "Ecken und Enden" fehlt, zu unterstützen. Hierzu gründetet Konstantin Pickert den gemeinnützigen Verein "Ubuntu concerts".

 

 Das Kinderhospiz Sunflower - House
 In dem Kinderhospiz leben aktuell 19 heimatlose Kinder zwischen 1-10 Jahren. Ein Großteil der Kinder wurden mit dem gefährlichen HIV-Virus geboren, aber es gibt auch Kinder mit Gehirntumoren, Querschnittslähmung oder geistiger Behinderung.

 

Das Festival hat neben dem Benefizgedanken zusätzlich zum Ziel, die regionale und überregionale Musikszene in Rosenheim zu fördern und größere bzw. bekanntere Bands in unsere Heimatstadt Rosenheim zu holen. Dennoch möchten wir dem Publikum einen akzeptablen Eintrittspreis sowie günstige Getränkepreise während der Veranstaltung anbieten. Neben ca. 30 freiweillgen Helfern, die  an den Benefizabendenen tatkräftig mitarbeiten, wird Konstantin Pickert in der Vereinsarbeit, Festivalplanung und -umsetzung  von Verena Schwarz unterstützt. Verena war auch schon vor Ort in Südafrika und war sofort von der Benefizidee begeistert.

 

Das Besondere an dem Konzept beruht darauf, dass der Verein die Erlöse nicht, wie üblich, auf ein Konto nach Südafrika überweist, sondern das Mitglieder auf eigene Kosten nach Südafrika reisen um vor Ort mit dem Geld sinnvolle Einkäufe für die Einrichtungen zu tätigen. Somit kann Ubuntu concerts zu 100 % garantieren, dass der Gewinn auch wirklich direkt bei den Kindern ankommt!

 

Ubuntu concerts ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in 83071 Stephanskirchen. Seit 2010 veranstaltet Ubuntu concerts erfolgreich die jährlich wiederkehrende Veranstaltung „Winter Offbeat“. Hierbei handelt es sich um ein Benefizfestival, welches an zwei Abenden Ende November im Lokschuppen durchgeführt wird.

 

Das Wort „Ubuntu“ kommt ursprünglich aus den Bantusprachen der Zulu und Xhosa und ist eine afrikanische Lebensphilosophie. Damit wird eine Grundhaltung bezeichnet, die sich vor allem auf wechselseitigen Respekt und Anerkennung, Achtung der Menschenwürde und das Bestreben nach einer harmonischen und friedlichen Gesellschaft stützt.